Ist das ein Zertifikat?+
Nein – und wir behaupten das auch nicht. Sie erhalten eine dokumentierte, mit Belegen unterlegte Selbstauskunft plus die dazugehörigen Nachweisdokumente. Genau das verlangen die allermeisten Lieferantenfragebögen. Eine echte Zertifizierung nach ISO 27001 oder TISAX ist ein anderes, deutlich teureres Verfahren mit akkreditierter Prüfstelle. Wenn Ihr Kunde das verlangt, sagen wir Ihnen das ehrlich – und Ihre Antworten aus dem Lieferantenpass sind dann der halbe Weg dorthin.
Falle ich als kleiner Betrieb überhaupt unter NIS2?+
Wahrscheinlich nicht direkt. Direkt betroffen sind rund 30.000 größere Unternehmen in 18 Sektoren. Für Sie ist das aber irrelevant: Ihr Auftraggeber muss laut § 30 BSIG die Sicherheit seiner Lieferkette gewährleisten und gibt diese Pflicht vertraglich an Sie weiter. Sie werden nicht vom Gesetz verpflichtet, sondern von Ihrem Kunden – und der kann Sie bei Nichterfüllung aus der Lieferantenliste nehmen.
Wir haben keine IT-Abteilung. Schaffen wir das?+
Ja, genau dafür ist das Produkt gebaut. Das Interview ist in Alltagssprache formuliert und fragt nach Ihrem Betrieb, nicht nach Normen. Wo es doch technisch wird – etwa bei Firewall-Einstellungen oder Backup-Zeitplänen – schicken Sie einen Link an Ihr Systemhaus, das die drei betroffenen Fragen direkt beantwortet.
Was ist, wenn wir Sicherheitsanforderungen gar nicht erfüllen?+
Dann steht das im Maßnahmenplan, nicht als Häkchen in der Mappe. Wir schreiben nichts auf, was bei Ihnen nicht existiert. Das ist kein Nachteil: Kein Einkauf erwartet von einem 15-Mann-Betrieb ein vollständiges ISMS. Erwartet wird, dass Sie wissen, wo Sie stehen, und einen Plan mit Fristen vorlegen können. Genau das liefern wir.
Wer haftet für die Angaben?+
Sie – wie bei jeder Selbstauskunft. Erklärender bleibt Ihre Geschäftsführung, deshalb geben Sie jedes Dokument vor der Auslieferung frei und unterschreiben die Managementerklärung. Wir liefern Struktur, Formulierung, Belegvorlagen und eine Plausibilitätsprüfung Ihrer Angaben. Was wir nicht liefern, ist eine Zusicherung gegenüber Ihrem Kunden.
Wie lange dauert es wirklich?+
Fünf Werktage ab dem Moment, in dem Sie das Interview abgeschlossen und die angeforderten Belege hochgeladen haben. Ihr eigener Aufwand liegt bei 30 bis 45 Minuten Interview plus etwa 15 Minuten für die Freigabe. Mit dem Paket „Pass Pro“ liefern wir in 48 Stunden.
Wir haben schon einen Fragebogen ausgefüllt und der Kunde hat nachgehakt.+
Häufiger Fall. Schicken Sie uns den ausgefüllten Fragebogen und die Rückfragen mit – wir arbeiten darauf auf, statt bei null anzufangen. Der Preis bleibt derselbe.
Was passiert mit unseren Daten?+
Hosting und Speicherung erfolgen in Deutschland, kein Drittlandtransfer. Wir schließen einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit Ihnen ab. Ihre Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben und nicht für Werbung verwendet. Nach Abschluss können Sie die Löschung verlangen; die erzeugten Dokumente behalten Sie natürlich.
Und im nächsten Jahr?+
Fragebögen kommen wieder – meist jährlich, oft leicht verändert. Wir erinnern Sie rechtzeitig. Die Aktualisierung kostet je nach Paket 190 bis 690 € im Jahr, weil Ihre Antworten bereits vorliegen und nur fortgeschrieben werden. Wechselt der Kunde den Fragebogen oder kommt ein neuer Auftraggeber dazu, mappen wir das auf Ihre bestehenden Antworten.
Ersetzt das den BSI-CyberRisikoCheck?+
Nein, es ergänzt ihn. Der CyberRisikoCheck nach DIN SPEC 27076 ist ein Beratungsgespräch mit anschließendem Bericht und Handlungsempfehlungen – teils staatlich gefördert und durchaus sinnvoll. Er liefert aber keinen ausgefüllten Kundenfragebogen und keine Nachweisdokumente. Wir nutzen seine Systematik als Grundlage und produzieren daraus die Unterlagen, die Ihr Einkauf verlangt.